eightTWOeightSIX https://www.eighttwoeightsix.de Lost Places Sun, 19 Dec 2021 10:02:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0 https://www.eighttwoeightsix.de/wp-content/uploads/2017/11/cropped-LogoBLACK-32x32.png eightTWOeightSIX https://www.eighttwoeightsix.de 32 32 Huberts Heim https://www.eighttwoeightsix.de/huberts-heim-verlassene-orte-sachsen/ Sun, 19 Dec 2021 10:02:38 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3204 Huberts Heim ist ein recht unscheinbarer verlassener Ort im südlichen Sachsen. Von […]

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Huberts Heim ist ein recht unscheinbarer verlassener Ort im südlichen Sachsen. Von Außen fiel besonders die marode Gebäudesubstanz ins Auge. Es lösten sich bereits tragende Teile im Eingangsbereich. Jedoch war das Gebäude im Inneren in deutlich besserem Zustand als erwartet. Es war kaum Schimmel vorhanden und auch keine morschen Böden. Es handelte sich hierbei um ein recht kleines Wohnhaus. Im Erdgeschoss lagerten hauptsächlich Baumaterialien und Feuerholz. Der Wohnbereich erstreckte sich somit ausschließlich über das Obergeschoss. Wie früher üblich war Wohnzimmer und Küche ein Raum. Außerdem verfügte Hubert über ein kleines Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Erstaunlich war allerdings, dass es kein Badezimmer gab. Lediglich eine Latrine für die Verrichtung der Notdurft befand sich im Haus.

Chaiselongues in Huberts Heim

Besonders beeindruckend waren die beiden wunderschönen Chaiselongues in Huberts Heim. Eine befand sich im Wohn- und Essbereich. Die Andere war in einem Gästezimmer untergebracht. Solche Sitzgelegenheiten sind allerdings äußerst selten vorzufinden. Sicher hätte sich Hubert diese gern mit jemandem geteilt. Allerdings lebte er scheinbar lange Zeit allein in seinem Heim. Vielleicht hätte er die einsame Anni aus dem Haus der Strickerin einmal einladen sollen. Diese hätte ihm sicher geholfen etwas mehr Leben ins Haus zu bringen, denn Hubert lebte sehr minimalistisch. Es befanden sich kaum Dekorationen in seinem Haus. Lediglich eine Pyramide stand auf dem Tisch und ein Kerzenleuchter auf dem Schrank. Die Kerzen nahmen durch Sonneneinstrahlung bereits kuriose Formen an. Bleibt zu hoffen, dass dieser tolle Lost Place noch lang seine Geschichten erzählen kann.

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Verlassene Bankfiliale https://www.eighttwoeightsix.de/verlassene-bankfiliale-lost-places-vogtland/ Tue, 16 Nov 2021 16:20:32 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3194 Bei dieser verlassenen Bankfiliale handelt es sich um einen Lost Place im […]

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Bei dieser verlassenen Bankfiliale handelt es sich um einen Lost Place im Vogtland. Der stilvolle und markante Bau ließ recht schnell erkennen, dass es sich hierbei um eine verlassene Bankfiliale handeln muss. Jedenfalls deuteten die vergitterten Fenster und der prachtvolle Eingangsbereich darauf hin. Das Gebäude wurde in den Zwanziger Jahren im neoklassizistischem Baustil für die Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt erbaut. In der Zeit der DDR wurde der Komplex als Staatsbank genutzt. Letztendlich wurde die Bank im Laufe der 90iger Jahre geschlossen. Seither herrscht Leerstand im ehemaligen Bankgebäude. Im Erdgeschoss befand sich einst die Kundenbetreuung. Im Stockwerk darüber waren Büros zu finden. In den oberen beiden Stockwerken gab es zudem noch 3 sehr geräumige Wohneinheiten. Besonders schön anzusehen waren die bunten Ornamente in den Fenstern im Treppenhaus. Auch innerhalb der Bank waren tolle Fensterverzierungen sowie sehr schöne Stuckdecken zu finden.

EIN OFFENER TRESOR

Besonders beeindruckend allerdings der geöffnete Tresor im Untergeschoss. Eine schätzungsweise 30 cm starke Stahltür mit 2 Zahlenschlössern verschloss diesen einst. Im Inneren des Tresors war ein weiterer kleinerer Tresor sowie ein vergitterter Bereich. Eines wurde jedoch schnell klar. Eingeschlossen werden will hierin keiner freiwillig. Denn ohne Handynetz wird es schwer sich zu verständigen. Aufgrund der dicken Wände würden Hilfe-Rufe auch nicht helfen.

VERLASSENE BANKFILIALE VOLLGESCHMIERT

Leider ist auch diese verlassene Bankfiliale im Vogtland nicht vom Vandalismus einheimischer Teenager verschont geblieben. Viele hässliche Schmierereien verschandeln einen Großteil der Räumlichkeiten. Einzig der Tresor im Keller wurde davon nahezu verschont. Dennoch ein beeindruckender Ort. Bleibt zu hoffen das die restlichen Erinnerungen in diesem tollen Lost Place noch lang erhalten bleiben.

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Kegelbahn der Eisenbahner https://www.eighttwoeightsix.de/verlassene-kegelbahn-der-eisenbahner-lost-places-vogtland/ Sun, 31 Oct 2021 19:06:16 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3180 Versteckt und zugewuchert befindet sich im Vogtland ein langgezogener rechteckiger Bau. Auf […]

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Versteckt und zugewuchert befindet sich im Vogtland ein langgezogener rechteckiger Bau. Auf den ersten Blick wirkt dieser fast wie eine Gartenkneipe. Doch aufgrund der Bauweise lässt sich bereits erahnen was sich im Inneren befinden könnte. Eine alte verlassene Kegelbahn. Diese war an jenem Standort kaum zu erwarten. Denn eigentlich handelt es sich um ein Bahngelände. Auf diesem lassen sich eher andere Dinge wie Züge oder Lokschuppen vermuten. Jedoch hier eine Kegelbahn vorzufinden, ist mehr als überraschend. Wann genau diese ehemalige Kegelbahn aufgegeben wurde ließ sich nicht genau bestimmen. Jedoch aufgrund der technischen Ausstattung vermutlich zum Ende der 90er Jahre.

SPORT UNTER EISENBAHNERN

In den 70er Jahren waren an diesem Standort im Vogtland bis zu 1000 Eisenbahner beschäftigt. Als Ausgleich zu Ihrer anstrengenden beruflichen Tätigkeit, wurde es den Eisenbahnern seitens ihres Arbeitgebers ermöglicht, sich nach der Arbeit sportlich zu betätigen. Hierzu standen ihnen betriebsintern ein Schießstand, die Kegelbahn und zur Erholung eine Sauna bereit. Kaum vorzustellen was einst für ein geselliges Treiben in dieser Kegelbahn geherrscht haben muss.

DIE VERLASSENE KEGELBAHN

Leider sind viele Erinnerungen an diese Zeiten schon verschwunden. Einzig die Kegelbahn und die Pinnstellmaschine sind noch in einem recht guten Zustand. Das weitere Inventar wurde jedoch mitgenommen oder entwendet. Die Kugeln wurden sicher anderenorts weiter verwendet. Typische Kegelschuhe und Pins ließen sich allerdings vermissen. Auch die Bar und damalige Sitzgelegenheiten waren teils zerstört oder weggebracht worden. Dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr schönen Lost Place im Vogtland. Bleibt zu hoffen, dass die verlassene Kegelbahn noch lang in diesem Zustand erhalten bleibt.

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Die verlassene Leichenhalle https://www.eighttwoeightsix.de/verlassene-leichenhalle-mit-kapelle-lost-places-brandenburg/ Wed, 27 Oct 2021 18:27:08 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3166 Es handelt sich hierbei um eine verlassene Leichenhalle in Brandenburg. Dies hört […]

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Es handelt sich hierbei um eine verlassene Leichenhalle in Brandenburg. Dies hört sich wahrlich nicht nach dem schönsten Ort für einen Besuch an. Dennoch gehört auch dies zum Leben einen jeden Menschen dazu. Jeder, so traurig das auch sein mag, stirbt irgendwann. Somit führt eines jeden letzter Weg, über solche eine Einrichtung. Die meisten Menschen fürchten sich bei dem Gedanken an solche Orte. Für manche allerdings ist dies der berufliche Alltag, denn in diesem Lost Place wurde einst auch gearbeitet. Zu den Aufgaben gehörten die letzte Waschung, das Herrichten, die Aufbewahrung und Kühlung der Leichen. Die hierfür angefallene Wäsche wurde in der ehemaligen DDR von Brandenburg bis nach Annaberg-Buchholz transportiert. Nicht der kürzeste Weg. Scheinbar war die dort ansässige Wäscherei auf diese besondere Wäsche spezialisiert. Mit der Wende wurde die Leichenhalle aufgegeben.

Die Kapelle für den letzten Abschied

Die verlassene Leichenhalle verfügte außerdem über eine angrenzende Kapelle. Hier wurde den Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Da dieser Lost Place ursprünglich zu einem Altenheim gehörte, wurden hier vermutlich vorrangig alte Menschen bestattet. Die kleine Kapelle lud nun alle Angehörigen dazu ein, hier in aller Ruhe von Ihren Liebsten Abschied zu nehmen. Geschätzt 50 Personen konnten ohne Weiteres in diesen Räumlichkeiten Platz finden.

Verlassene Leichenhalle und Vandalismus

Unbegreiflich allerdings erscheint wie gerade an einem solchen Ort Personen randalieren müssen. Wer keinen Respekt vor dem Tode hat, wovor dann? Auch wenn diese Leichenhalle aufgegeben und verlassen ist, so sollte dennoch der nötige Anstand vorhanden sein sich insbesondere hier leise und respektvoll zu verhalten. Auch in der angrenzenden Kapelle wo einst der letzte Abschied von den Verstorbenen gehalten wurde, waren deutliche Spuren der Verwüstung erkennbar.

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Verlassenes Barockschloss https://www.eighttwoeightsix.de/verlassenes-barockschloss-lost-places-sachsen/ Sun, 24 Oct 2021 18:13:31 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3148 Dieser wundervolle Lost Place befindet sich mitten in Sachsen. Es handelt sich […]

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Dieser wundervolle Lost Place befindet sich mitten in Sachsen. Es handelt sich hierbei um ein verlassenes Barockschloss. Der Bau dieser Vierflügelanlage wurde 1660 begonnen. Aufgrund der Größe und der damaligen Gegebenheiten dauerte der Bau um die 20 Jahre. Es handelt sich bis heute um eines der größten Schlösser Sachsens. Der Mitteltrakt wurde im 17. Jahrhundert umgestaltet. Fortan war dieser besonders von barocken Elementen geprägt. Dazu gehörte der große Ballsaal, eindrucksvolle Gewölbe und Treppenhäuser. Auch ein gigantischer Schlosspark, eine ehemalige Orangerie und ein Schlossteich gehörten zum Anwesen.

VEG – Das Volkseigene Gut

Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde das Barockschloss enteignet. Nun wurde es in der DDR als Volkseigenes Gut weitergenutzt. Jedes VEG war in die Wirtschaftsplanung der ehemaligen DDR einbezogen. Ziel eines VEG war es vor allem Tier- und Pflanzenzucht sowie Saatgutvermehrung zur Bereitstellung für die gesamte Landwirtschaft der damaligen Republik zu betreiben. Mit Ende der DDR ging das Anwesen wieder in Privatbesitz über.

Verlassenes Barockschloss ohne Zukunft

Bis in die 90er Jahre waren alle Flügel des Schlosses bewohnt. Doch dann kamen Investoren, die mit jenem Komplex Großes vorhatten. Nun zogen nach und nach alle Mieter aus. Allerdings passierte von Seiten der Investoren nichts. Seitdem begann das leerstehende Schloss in diesem ungenutzten Zustand zu verfallen. Noch heute sind die Wohneinheiten in ähnlichem Zustand, wie einst eine Wohnung in der DDR beschaffen war. Auch im Inneren des Schlosses hat sich nichts getan. Es erfolgten einzig Sicherungsmaßnahmen in einem einsturzgefährdeten Flügel. Ein weiterer Flügel ist bereits teilweise eingestürzt. Ausschließlich der mittlere Hauptteil dieses Lost Places ist bisher nahezu verschont geblieben. Bleibt zu hoffen das dieser noch lang in dem Zustand erhalten bleibt. Aktuell liegen Pläne vor, bis 2024 hieraus ein Pflegeheim zu errichten. Allerdings ist auch dieser Plan nach der Vielzahl der vorhergehenden Vorhaben fraglich. Alles in allem ein eindrucksvolles verlassenes Barockschloss.

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Das Haus der Amish https://www.eighttwoeightsix.de/haus-der-amish-lost-places-thueringen/ Sun, 19 Sep 2021 17:57:05 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3131 Das Haus der Amish ist ein Lost Place in einer kleinen Ortschaft […]

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Das Haus der Amish ist ein Lost Place in einer kleinen Ortschaft in Thüringen. Verwunderlich hierbei war, dass dieses verlassene Wohnhaus baulich eher wie eine Jugendherberge wirkte. Sowie von der Größe als auch von der räumlichen Anordnung kam dies in keiner Weise einem herkömmlichen Wohnhaus nahe. Außerdem waren sämtliche Bereiche in diesem verlassenen Gebäude miteinander verbunden. Doch wer braucht so viele Schlafzimmer und mehrere Küchen, Wohnzimmer und Essbereiche?

DIE „HEFT FAMILY“ IM HAUS DER AMISH

All diese vielen Räume brauchte die sogenannte Heft Family. Allerdings war sie keine herkömmliche Familie. Vielmehr handelte es sich hierbei um eine Glaubensgemeinschaft. Das Oberhaupt dieser war Herr Heft. Ein ehemaliger US-Amerikanischer Soldat, welcher zum Ende seines Wehrdienstes in Deutschland stationiert war. Allem Anschein nach erkannte er in Deutschland ein gewisses Potential seinen Glauben zu verbreiten. Sein Ziel war es eine streng christliche Großfamilie zu führen, die nach seinen Ideologien lebt. Die Großfamilie bestand aus vielen, teils nicht miteinander verwandten Familien, die lebten als wären sie eine gemeinsame. Zudem lebten sehr viele Kinder in diesem Kreise. Einige davon waren auch adoptiert.

MEHR SEKTE ALS FAMILIE

Allerdings entstand der Eindruck, dass es sich weniger um eine Glaubensgemeinschaft handelte. Die Heft Family verfolgte verschiedene teils absurde Ansichten. Sie sympathisierten mit US-amerikanischen Glaubensgemeinschaften wie „The Voice of the Martyrs“ und „Harvest International Ministries“. Bei beiden handelt es sich um strenge christliche Glaubensgemeinschaften mit ganz eigenen Weltbildern. Zudem kapselte sich die Heft Family von allen anderen ab. Für Nachbarn waren sie in gewisser Weise ein Mysterium. Doch mit dem Tod von Herrn Heft zerbrach die Heft Family. Was aus seiner Frau, den Kindern und allen anderen wurde ist nicht bekannt.

DIE HINTERLASSENSCHAFTEN IM HAUS DER AMISH

Nach dem Zerfall der Heft Family wurde nahezu alles vor Ort zurückgelassen. Besonders beeindruckend war der generelle Einrichtungsstil. Es erinnerte an Filme über die Amish. Nichts im ganzen Gebäude war deutsch. Selbst Putz- und Nahrungsmittel waren aus den USA. Toll waren zudem die wundervollen Tapeten und die Möblierung. Alles in allem entstand hier ein beeindruckender Lost Place mitten in Thüringen. Dieser war glücklicherweise noch nahezu verschont von Vandalismus und Plünderung. Bleibt zu hoffen das dieser verlassene Ort noch lange in diesem Zustand erhalten bleibt. Denn das Haus der Amish ist in Deutschland durchaus einzigartig.

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Die verbotene Stadt Wünsdorf https://www.eighttwoeightsix.de/die-verbotene-stadt-wuensdorf-lost-places-brandenburg/ Thu, 12 Aug 2021 16:00:00 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3065 Beim Besuch der verbotenen Stadt Wünsdorf handelt es sich um einen Legal […]

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Beim Besuch der verbotenen Stadt Wünsdorf handelt es sich um einen Legal Visit. Dies bedeutet, dass es sich um eine Begehung mit Erlaubnis des Eigentümers handelt. Von jeglichen anderen unautorisierten Besuchen ist dringend abzuraten, denn vor Ort befinden sich zahlreiche Kameras und ein 24h Wachschutz. Dieser ist permanent auf dem Gelände präsent, um den verlassenen Ort vor Vandalismus zu schützen. Gemeinsam mit einem Film-Team, welches im Auftrag von Galileo – PRO 7 vor Ort war, entstanden ganze besondere Eindrücke zu diesem Lost Place. Des Weiteren leistete Frau Rademacher, die Leiterin der Bücherstadt GmbH, Unterstützung zu den geschichtlichen Hintergründen.* Der Video-Beitrag von Galileo ist unterhalb der Foto-Galerie verlinkt.

Die verbotene Stadt Wünsdorf

Warum wird Wünsdorf eigentlich als verbotene Stadt bezeichnet? Nach Kriegsende 1945 wurde Wünsdorf zum Standort des Oberkommandos der Sowjet-Streitkräfte in der ehemaligen DDR. Somit wurden bis zu 35.000 Sowjets in Wünsdorf stationiert. Folglich wurden hier Geschäfte, eine Brotfabrik, Schulen, ein Krankenhaus und sogar ein Theater errichtet. Hierdurch schufen sich die Sowjets ein eigenständiges Städtchen in Brandenburg. Sogar eine direkte Eisenbahnlinie nach Moskau erbauten die Besatzer. Die Bezeichnung verbotene Stadt wurde einst in der Bevölkerung der DDR gebräuchlich. Dieser wurde nämlich fortan der Zugang nach Wünsdorf verwehrt. Der Begriff verbotene Stadt hält sich allerdings bis heute.

Die Bunkeranlagen der Nazis

Bei den besuchten Bunkeranlagen handelte es sich um Maybach I und Zeppelin. Maybach I waren die ehemaligen Generalstabsbunker des Oberkommandos des Deutsches Heeres im Dritten Reich. Folglich wurden sie nach der Besatzung durch die Sowjets nahezu komplett zerstört. Einst waren alle Bunker dieser Anlage unterirdisch miteinander verbunden. Allerdings waren sie oberirdisch zur Zeit ihrer Nutzung als Landhäuser getarnt. Bei der Bunkeranlage Zeppelin handelte es sich um einen 14.700 qm großen Nachrichtenbunker. Von hieraus erfolgte die komplette Kommunikation im 2. Weltkrieg. Jeglicher Marschbefehl stammte aus diesem Bunker. Zeppelin war ebenfalls unterirdisch mit der Anlage Maybach I verbunden. Im Bunker herrschten konstante 9 Grad Celsius unter Tage. Bei 35 Grad Außentemperatur an jenem Tag nahezu frostig.

Das Haus der Offiziere

Besonders bekannt für die verbotene Stadt Wünsdorf ist das Haus der Offiziere. Direkt davor errichteten die sowjetischen Besatzer damals eine Lenin-Statue. Diese befindet sich auch heute noch dort. Doch das Haus der Offiziere umfasst nicht nur das Hauptgebäude. Vielmehr ist es ein ganzer Gebäudekomplex. Erbaut wurde dieser Komplex ursprünglich als kaiserliche Sportschule. Anschließend entstanden ab 1910 an diesem Ort zahlreiche Kasernenanlagen samt Truppenübungsplätzen. Später, 1913 kam eine Infanterieschule hinzu. Schließlich wurden 1936 die bestehenden Anlagen für das Training der deutschen Olympia-Mannschaft genutzt. Zur dieser Zeit entstand die wunderschöne Militär-Badeanstalt. Diese ist heute noch vorhanden. Aus der ehemaligen Turnhalle entstand im Zuge der sowjetischen Nutzung ein Theatersaal. Die gepolsterten Stühle verleihen diesem noch immer ein ganz besonderes Flair.

Eine lohnenswerte Zeitreise

Die verbotene Stadt in Wünsdorf ist ein Lost Place der einen Besuch definitiv wert ist. Viele geschichtliche Hintergründe aus verschiedenen Abschnitten der letzten 120 Jahre treffen hier aufeinander. Vom Kaiserreich, über den 1. und 2. Weltkrieg, bis hin zur russischen Besatzung im Kalten Krieg, wurden in Wünsdorf viele Spuren hinterlassen. Die Verbotene Stadt ist ein sagenhafter verlassener Ort der noch immer sehr gut erhalten ist.


ZUM VIDEO-BEITRAG VON Galileo


* Führungen in Wünsdorf werden unter anderem über die Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf angeboten.

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Verlassenes Chemielabor https://www.eighttwoeightsix.de/verlassenes-chemielabor-lost-places-berlin-brandenburg/ Sun, 01 Aug 2021 15:21:17 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3049 Bei diesem Lost Place handelt es sich um ein verlassenes Chemielabor. Entstanden […]

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Bei diesem Lost Place handelt es sich um ein verlassenes Chemielabor. Entstanden ist diese ehemalige Chemiefabrik in den Jahren 1904 bis 1906. Neben pharmazeutischen Erzeugnissen wurden hier ab 1917 auch Gasgranaten hergestellt. Während dieses Prozesses ereigneten sich zahlreiche Unfälle mit dem mit dem Kampfstoff LoSt. Zudem wurde auch Perventin in dieser Chemiefabrik hergestellt. Perventin erlangte vor allem im Zweiten Weltkrieg besondere Bekanntheit. Umgangssprachlich wurde es auch gern als Panzerschokolade bezeichnet. Diese wurde relativ freizügig an sämtliche Soldaten verteilt, um deren Aufmerksamkeit und Kampfbereitschaft zu steigern. Die Basis hierfür war Methamphetamin, wie es heutzutage in Drogen wie Crystal vorzufinden ist.

Später wurde das Chemielabor von der Sowjetischen Militäradministration enteignet. Schließlich wuchs es ab 1956 als VEB zu einem der größten Pharmakonzerne in der ehemaligen DDR. Zu dieser Zeit diente es wieder zunehmend der Herstellung von Medikamenten. Letztlich wurde das Werk Mitte der 90er Jahre für einen neuen zeitgemäßeren Komplex aufgegeben. Von dieser Zeit bis heute schlich sich ein wunderschöner natürlicher Verfall in die Räumlichkeiten ein. Ausschließlich der Vandalismus stört diese tolle Atmosphäre ein wenig, denn viele der alten Utensilien wurden mittlerweile zerstört oder entwendet. Es bleibt ein faszinierendes verlassenes Chemielabor, was anhand des Geruchs immer noch an den Chemieunterricht in der Schule zu erinnern weiß.

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Haus der Krankenschwester https://www.eighttwoeightsix.de/haus-der-krankenschwester-lost-places-sachsen/ Sun, 04 Apr 2021 20:08:14 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3038 Das Haus der Krankenschwester ist ein Lost Place in einer kleinen Ortschaft […]

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Das Haus der Krankenschwester ist ein Lost Place in einer kleinen Ortschaft in Sachsen. Direkt an der Hauptstraße erweckte das verlassene Wohnhaus erst auf den zweiten Blick das Interesse. Von Außen entstand ein recht heruntergekommener Eindruck durch Vandalismus. Mehrere Fenster waren im Erdgeschoss eingeschlagen. Es war somit kaum vorstellbar, dass sich in diesem leerstehenden Gebäude noch etwas anschauliches befindet. Doch das Haus der Krankenschwester wusste es, zu überraschen.

Im Erdgeschoss befand sich ein Wohnzimmer mit Nebenraum, die Küche und ein kleiner Stall. Allerdings waren alle Räume in diesem Geschoss stark durch einen Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen. Dies sorgte allerdings für einen wunderschönen Verfall. Besonders schön anzusehen bei den beiden Sesseln, die sich nach und nach auflösen. Das Obergeschoss war im Bereich des Flurs massiv überflutet von Kisten, gefüllt mit Utensilien jeglicher Art. Des Weiteren befanden sich im Obergeschoss 5 Schlafräume und 3 Wohnräume. Davon waren jedoch nur noch wenige begehbar aufgrund der enormen Ansammlung von Gegenständen davor bzw. auch in den Räumen.

Die einsame Krankenschwester

Die Krankenschwester lebte einst mit mehreren Familienmitgliedern in dem Mehrgenerationenhaus. Doch als die Eltern verstarben lebte sie nur noch mit Teilen ihrer Geschwister hier, bis diese ebenfalls irgendwann verstarben. Sie selbst hatte leider keine Kinder und auch keinen Mann. Somit verbrachte sie ihren Lebensabend einsam und allein in dem großen Haus. Sie hatte zudem ein Faible dafür, Dinge zu sammeln. Fast das gesamte Haus war voll davon. Außerdem interessierte sie sich sehr für Wohndeko. Mehrere Hunderte Zeitschriften zu diesem Thema befanden sich in mehreren Zimmern. Im Jahre 2014 wurde das Haus aufgegeben, da auch sie dann leider verstarb. Seit dem verfällt das Gebäude zusehends. Ein wunderschöner Lost Place mitten in Sachsen, mit einer interessanten Geschichte.

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Petit Paris https://www.eighttwoeightsix.de/petit-paris-lost-places-thueringen/ Sun, 10 Jan 2021 13:11:27 +0000 https://www.eighttwoeightsix.de/?p=3017 Petit Paris, das kleine Paris ist ein wunderschöner Lost Place in Thüringen. […]

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Petit Paris, das kleine Paris ist ein wunderschöner Lost Place in Thüringen. Besonderen Wiedererkennungswert hat dabei der Eiffelturm im Wohnzimmer, welcher diesem verlassenen Ort auch zu seinem Namen verhalf. Eigentlich fiel das Gebäude gar nicht direkt als verlassen ins Auge. Erst bei näherer Betrachtung konnte der Eindruck entstehen das sich hinter den Mauern ein toller Lost Place versteckt. Die Erwartungen wurden allerdings im Inneren um weiten übertroffen. Alle Räume waren nahezu unberührt und vollständig möbliert vorzufinden. Auch viele Dokumente waren in dem verlassenen Gebäude noch verblieben. Hieraus konnte eine sehr interessante Geschichte in Erfahrung gebracht werden.

Die Bewohner von Petit Paris

In diesem verlassenen Wohngebäude lebten einst zwei Familien in mehreren Generationen. Die Familie B. und Familie K. wurden im Jahre 1961 durch Margarete miteinander verbunden. Sie wurde 1932 als Margarete B. geboren und heiratete Karl K. Dieser wurde 1933 geboren und war der rechtmäßige Erbe des Hauses. Er erbte das Haus von seinem Vater Franz K. Franz wurde im Jahre 1903 geboren und verstarb 1991. Allerdings lebte Franz lange allein mit Karl und seiner Schwester Renate im Haus. Dies war dem frühen Tod seiner Gattin Anna K. geschuldet. Sie verstarb bereits 1964. Außerdem verlor Franz nicht nur seine Gattin viel zu früh, sondern auch seine erstgeborene Tochter Ilse. Ilse wurde 1930 geboren und verstarb schon ein Jahr nach ihrer Geburt.

Im zweiten Gebäudeteil lebte ein Teil der Familie B. Hierzu gehörte Karl-Heinz der uneheliche Sohn von Margarete. Er wurde 1953 geboren und bekam im Laufe seines Lebens gesundheitliche und finanzielle Probleme. Außerdem lebte im Obergeschoss der 1966 geborene Andreas B. Dieser schien der Cousin von Karl-Heinz zu sein. Doch um ihn stand es auch nicht sonderlich gut. Er hangelte sich von Job zu Job. Allerdings schien er nirgends richtig Fuß fassen zu können. Dies brachte auch ihn in finanzielle Nöte.

Das Ende von Karls Erbe

Als Karl K. 6 Jahre nach dem Tode seines Vaters, im Jahre 1997 ebenfalls verstarb, blieben nur noch wenige Bewohner im Haus. Fortan lebten hier nur noch seine Gattin, Karl-Heinz und Andreas. Als Margarete im Jahre 2014 allerdings schwer an Demenz erkrankte wurde die Situation für die Bewohner zunehmend schwieriger. Karl-Heinz konnte nicht mehr arbeiten und lebte von einer spärlichen Rente. Andreas war immer wieder arbeitslos. Schließlich verstarb auch Margarete im Jahre 2016 an ihrer Krankheit. Die letzten Hinweise waren Mahnbescheide und Androhungen zur Zwangsvollstreckung an Karl-Heinz. Dieser sollte noch ausstehende Rechnungen der Pflege zahlen. Jedoch war er allem Anschein nach dazu nicht in der Lage. Vermutlich musste er daher auch das Erbe um das Haus ausschlagen.

Was letztendlich aus Andreas und Karl-Heinz wurde ließ sich nicht in Erfahrung bringen. Auch warum alle persönlichen Dokumente und Gegenstände hinterlassen wurden bleibt fraglich. Jedoch zeichnet dies ein sehr trauriges Ende ab. Nun ist das über mehrere Generationen genutzte Gebäude nur noch ein zu bestaunender Lost Place. Traurig und faszinierend zugleich. Bleibt zu hoffen, dass Petit Paris von Vandalismus verschont bleibt und noch lang an diese Geschichte zu erinnern vermag.

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